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Bunter Eisenhut

(Aconitum variegatum)

VII — IX Home Hochstaudenfluren, Waldränder, Bachufer
30 — 250 cm indigen LC
Blüte
Synonyme: Aconitum bernhardianum, Aconitum cammarum. Hemikryptophyt, sm-alp. Der Helm des Perigons ist deutlich höher als breit. Der Stängel kann hin- und hergebogen oder überhängend sein. Das blaue bis violette, manchmal auch grünlich oder weiß gescheckte Perigon ist außen kahl. Stempel 3 — 5. Der Helm kann geschnäbelt oder ungeschnäbelt sein. Die Pflanze ist sehr stark giftig (Lit). Die Art kommt in allen österreichischen Bundesländern außer Wien vor. Sie ist in der Böhmischen Masse und im nördlichen Alpenvorland gefährdet, im pannonischen Raum stark gefährdet und im südöstlichen Alpenvorland vom Aussterben bedroht (Lit).
 
Blüte
Der Blütenstiel ist oberhalb der Vorblätter nackt.
 
 
 
Blatt
 
 
Habitus
 
 
Früchte
Aufnahmen: 06.09.2025 Traunuferradweg in Hörsching
 
Stängel
 
 
Blüten und Früchte
 
 
Habitus
Aufnahmen: 01.09.2011 Katrin
 
überhängender Stängel
Aufnahme: 24.08.2015 Bodinggraben
 
Stängel
 
 
Habitus
 
 
Blüten
Aufnahmen: 31.08.2015 Rettenbachtal

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1883

"1120. A. variegatum L. (A. Cammarum Jacq. non L. — A. Bernhardianum Wallr. — A. nasatum et rostratum Reichb. Bunter E.)
Wurzelstock 1—3 nussgrosse, rundliche, mit Fasern besetzte Knollen, Stengel 1—5' hoch, starr, aufrecht, unterhalb nackt, kahl oder doch grösstentheils kahl wie die ganze Pflanze. Blätter steif, hellgrün, wenig glänzend, fuss- oder handförmig-3 — 7theilig. Abschnitte im Umrisse rautenförmig, breiter und gröber getheilt als bei A. Napellus, ein- bis mehrmal 2—3spaltig mit lanzettlichen, spitzen Zipfeln. Blüthen in einer endständigen Traube. Traube stark beblättert, verkürzt ästig und dann im Umrisse walzlich oder kegelig oder der verlängerten unteren Aeste halber manchmal rispenförmig, selten und ausnahmsweise eine einfache Traube. Kelche hellviolett, gegen die Basis oft bleicher oder weiss- oder grünlichgescheckt, höchst selten ganz weiss, abfällig. Haube ansehnlich, 1—1,5" lang, verlängert helmförmig, länger als breit. Nägel der 2 grösseren Kronblätter aufrecht oder etwas vorwärts gebogen, mit aufrechter oder schiefer Kapuze. Sporn hakenförmig-zurückgekrümmt. Kapseln kahl, parallel, nur selten jung etwas spreizend. Die Unterscheidung von A. Napellus und A. variegatum wird durch Bastardformen erschwert, welche die Tracht und die Blätter des A. variegatum und die Blüthen des A. Napellus in sich vereinigen, gerade und gebogene Nägel der 2 oberen Kronblätter mit aufrechter, schiefer oder fast wagrechter Kapuze sind zuweilen in einer und derselben Traube vorhanden. In der Regel aber unterscheidet sich doch A. variegatum durch kürzergestielte, hellere, minder glänzende, breiter und gröber getheilte Blätter, grössere den Stengelblättern gleichgestaltete, traubenständige Blätter, eine ästige bis rispige Traube und ansehnlichere, hellere, länger als breite Haube.
Juli — Sept.


An feuchten, quelligen Orten, an Waldrändern, in Holzschlägen in Auen und unter Gebüsch an Flussufern, auf Torfmooren niedriger, gebirgiger und subalpiner Gegenden. Ueber Gneiss in der Gegend von Passau und Engelszell, an Bergwaldrändern um Klam, Grein, Ruttenstein, Klingenberg, über Granit. In Traunauen bei Ebelsberg, Wels, Lambach, in Kremsauen, z. B. in der Au südlich vom Tanzelmeyr bei Kremsmünster. Am Wege von Windischgarsten nach Altenmark nahe der steiermärkischen Grenze. Häufig am Sensengebirge, am hohen Nock, auf sämmtlichen Stoder- und Spitaleralpen bis zum Krummholze. Am Fusse des Kasberges, in der Grünau. Im Echernthale bei Hallstatt, am Dachsteingebirge, an den nördlichen Abhängen des Leckengebirges, um Mondsee, St.-Wolfgang, am Schafberge, Steingebirge. Oft in Gesellschaft von A. Napellus und häufiger als diese. Eine zarte Form (A. Gammarum α gracile Rchb.) in Auen der Steyr bei Steyer (Bayer).
"

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, III. Band (Seite 375), Linz 1883, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 27.02.2026

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